Bienen-Seb
Bienen-Seb

Das erste Jahr mit drei Völkern

Ich habe im Sommer 2010 begonnen mit drei Bienenkisten zu Imkern.

Für die Bienenkiste braucht man einen Bienenschwarm, am besten einen großen Naturschwarm. Ableger eignen sich nicht.

Jedes meiner Bienenvölker ging also aus einem Schwarm hervor, den ich "gefangen" und in die Bienenkiste einlogiert habe. Anschließend kann man sehr schön beobachten, wie die Bienen ihre Waben bauen und aus einem Schwarm ein Bienenvolk wird. Sie ziehen neue Bienen groß, sammeln dafür Pollen und Nektar und legen Honigvorräte für den Winter an.

Hier auf der Internetseite geht es vor allem um diese drei Völker, weil ich anfangs fast alles fotografiert habe und je länger ich Bienen halte, desto seltener mach ich Fotos. Außerdem wiederholt sich mit den Jahren vieles.

 

In den folgenden Sommern hab ich immer mehr Völker durch weitere Schwärme dazu bekommen. 2014 waren es 25 Völker. Vorerst blieb es allerdings bei den drei Bienenkisten und die neuen Schwärme habe ich in unterschiedliche TBH´s (Top-Bar-Hive = Oberträger-Beute) und selbst gebaute Varianten und Kombinationen von Bienenkiste und TBH, einlogiert. Das war allerdings sehr viel Aufwand. Zwar sind das sogenannte Einfach-Beuten für eine extensive Bienenhaltung, aber das bezieht sich auf den Materialeinsatz beim Imkern und die Konstruktion der Beuten (ohne Rähmchen, Mittelwände, zusätzliche Zargen, etc.) und funktioniert mit viel Erfahrung. Man kann bei den TBH´s Waben einzeln entnehmen (u. theoretisch Ableger bilden, Waben austauschen, Königinen rausnehmen und zusetzen usw.), allerdings geht das nur langsam und vorsichtig weil sie zerbrechlich sind (keine Stabilisierung durch Rähmchen und Draht) und z.T. erst vorsichtig gelöst werden müssen weil an der Beutenwand angebaut. Vor allem gibt es für die einzelnen Arbeiten kein eindeutige Anleitung wie bei der Bienenkiste sondern viele verschiedene Möglichkeiten. Ich hatte Ende des Sommers und im Winter einige Völkerverluste, einerseits weil ich mit der Varroakontrolle - und Behandlung bei den vielen Völkern in unterschiedlichen Beuten überfordert war (2014 gab es sehr viele Milben und der August war kalt und regnerisch, so dass die Behandlung nicht gut funktionierte). Außerdem hatte ich 2014 viel mehr Aufwand mit Füttern, als in den Jahren zuvor in der Stadt (Umzug von der Stadt auf´s Land) und 4 Völker musste ich auflösen wegen Kalkbrut.

In dieser Situation ist mir mal wieder bewusst geworden, wie gut das Bienenkiste Konzept funktioniert. Zwar kann man auch da Dinge verpassen und Völkerverluste kommen auch vor, aber es ist immer klar was wann zu tun ist und wenn man sich daran hält funktioniert es (Ausnahmen wie Weisellosigkeit kann es natürlich geben).