Bienen-Seb
Bienen-Seb

Meine Erfahrungen beim Selbstbau der Bienenkisten

Der Bau meiner ersten drei Bienenkiste.

Link zur Anleitung:

www.bienenkiste.de/doku/bauanleitung/index.html

Folgendes Material ist dazu nötig: geeignetes Holz für Korpus und Innenausbau, Spannverschlüsse, Schrauben, wasserfester und lösemittelfreier Holzleim, Mittelwände, Holzlasur, Werkzeug, Zeit zum Besorgen und Zusammenbauen.

Das Material zu bekommen war aufwändig, weil z.T. nicht im Baumarkt zu haben.

 

Material besorgen:

Das beste Holz für Bienenkästen ist Wheymouthskiefer, weil sehr leicht und wenig Schwund. Holzplatten aus Wheymouthskiefer gibt es jedoch nicht. Im Sägewerk hätte ich Dielen aus Wheymouthskiefer bekommen, direkt vom Stamm gesägt mit Rinde an den Rändern. In dieser Form sind sie nicht für die Bienenkiste geeignet.

Alternativ habe ich Fichte Leimholzplatten gekauft. Wasserfest verleimte (D3 oder D4) Bretter bekommt man nicht im Baumarkt sondern nur im Holzfachhandel. Ideal wäre eine Holzstärke von 25mm. Die Standardstärke für Holzplatten ist allerdings 18mm und 27/28mm. 18mm schien mir zu dünn für eine Bienenkiste, bleiben also 27/28mm. Preis: ca. 32-34 € pro Quadratmeter (Bienenkiste mit Verschnitt = ca. 2qm).

Die Fertigung der Leisten für den Innenausbau war mir zu aufwändig, vor allem die Querleisten aus Buche. Ich habe sie bei Mellifera bestellt und ebenso die Spannverschlüsse. Spannverschlüsse gibt es zwar im Baumarkt, aber nur mit langen Gegenhaken - für die Bienenkiste braucht man kurze.

 

Insektenfreundliche Holzlasur  findet man bei alternativen Baustoff Händlern. Schrauben, Nägel, Bohrer  und geeigneten Holzleim im Baumarkt.

Mittelwände kann man über´s Internet bestellen z.B. bei Mellifera.

Werkzeuge und Möglichkeiten zum Bauen waren bei mir z.T. gegeben, da ich mich öfters als Heimwerker betätige, eine Tischkreissäge konnte ich bei einem Freund nutzen.

Das Zusammenbauen der Kisten funktionierte nach Bauplan. Nur beim Zusägen der Bretter habe ich vergessen die Maße vom Bauplan, welcher von 25mm Holzstärke ausgeht, auf meine 28mm Bretter umzurechnen – ärgerlich, konnte ich aber ausbessern. Alles in allem hat einige Zeit in Anspruch genommen und mich pro Bienenkiste ca. 150,- € gekostet.

 

Die Bienenkisten nach einem Winter

Wasserfest verleimtes Holz gibt es in unterschliedlichen Klassen. D3 Leim ist die niedrigste Stufe, D4 Leim ist eine Stufe besser. Bei meinen Bienenkisten aus D3 Leimholzplatten sind während des Winters einige Risse an den Leimstellen entstanden. Noch behindert das den Betrieb nicht und ich hoffe es bleibt so. In Zukunft werde ich D4 verleimte Platten verwenden, diese sollten besser halten.

 

Januar 2016

Eine der ersten drei Bienenkisten habe ich noch in Betrieb, sie ist gut in Schuss und wird bestimmt noch lange halten. Die andern beiden Kisten habe ich abgegeben und aus den Augen verloren, sie sind aber sicher auch noch gut. Man kann also durchaus aus Fichtenholz Bienenkisten bauen wenn man kein Weymouthkiefer Holz bekommt. Was sich bewährt hat ist die Holzlasur. Im Vergleich zu den Bienenkisten und Beuten die ich nicht lasiert habe und ebenfalls schon einige Jahre nutze, sieht die gestrichene Bienenkiste einfach schöner aus.

 

 

 

...was man evtl. noch braucht

 

Alle Infos zur Bienenkiste inkl. Bauanleitung, Zubehör etc. gibts auf:

www.bienenkiste.de

 

 

Für den Betrieb der Kiste benötigt man:

- Bienen, als Naturschwarm. Quelle: Imker, Imkerverein, www.schwarmboerse.de

- Smoker, Imkerjacke mit Schleier, Bienenbesen und Stockmeisel. Vom Imkereibedarfhandel.

 

 

Werkzeug für den Zusammenbau:

Akkuschrauber/Schraubenzieher, Hammer, evtl. Pinsel, Messer, Bohrer zum Vorbohren.

 

 

Zubehör was man für eine Bienenkiste braucht bzw. hilfreich ist:

 

Ständer um die Bienenkiste aufrecht zu stellen. Er besteht aus einem Besenstiel, das Loch um den Ständer aufzustecken ist in der Kiste integriert. Evtl. gibt es auch individuelle Lösungen, in meinem Fall z.B. ein Balkongeländer. Wichtig ist, dass die Kiste stabil steht!

Ein Dach als Regen- und Sonnenschutz. Die Bienenkiste sollte möglichst nicht nass werden und sich auch nicht zu sehr erwärmen - das Dach muss unterlüftet sein. Es eignen sich Welldächer oder eigene Konstruktionen z.B. aus Sperrholz. Ich habe verschiedenes ausprobiert und Aufwand, Materialkosten, Haltbarkeit, Funktionalität (es sollte z.B. leicht und stabil sein, wenn man es alleine abnehmen will) bedacht. Bewährt hat sich jetzt ein Dach aus zwei Sperrholzplatten. Zu finden bei "Bienenkiste Bausatz bestellen" unten auf der Seite.

 

 

 

Ein Dach (von 2012): Dachpappe Streifen auf Dachlattenkonstruktion. Hat sich nicht bewährt. Nach 2-3 Jahren in der Sonne wird die Dachpappe brüchig und beginnt zu zerfallen. Hier ein Bild aus dem Wintern, mit Mäusegitter vorm Flugloch.