Bienen-Seb
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Bienenkiste Bausatz "klein"

 

Ich biete dieses Jahr zusätzlich einen Bausatz für eine kleinere Bienenkiste an.

Der Bausatz hat 9 statt 12 Waben, ist also schmaler als die normale Bienenkiste (Breite: 37,5 cm statt 48,5 cm). Die Länge, alle anderen Maße und die Betriebsweise sind genau gleich wie bei der normalen Bienenkiste. Preis: 175,- € (zzgl. Versand).

 

Warum eine kleinere Bienenkiste?

Die normale Bienenkiste gefällt mir sehr gut und man kann wunderbar darin Bienenhalten.

Für einige Situationen finde ich aber eine etwas kleinere Bienenkiste besser.

In trachtarmen Gegenden wie meiner (ich wohne seit 5 Jahren sehr ländlich mit viel intensiver Landwirtschaft und relativ wenig Blüten/Tracht für die Bienen), müsste man einen Schwarm kontinuierlich füttern, damit er den Brautraum der normalen Bienenkiste komplett ausbaut.

Bei kleinen Schwärmen und/oder Schwärmen die erst spät im Frühjahr (Ende Mai / Juni) die Bienenkiste beziehen, ist es trotz kontinuierlichem Füttern unwahrscheinlich, dass sie den Brutraum ganz ausbauen. Für die Bienen ist das kein Problem, aber für die "Imker" ist es schade, weil man in der zweiten Saison nicht nach Anleitung weiter imkern kann, sondern die Bienen erst den Brutraum ganz ausbauen müssen. 

 

Weitere Vorteile einer kleineren Bienenkiste: 

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bienen ihre Waben an den vorgegebenen Wabenleisten gerade entlang bauen ist höher (weil ein Schwarm in den ersten 3-5 Wochen nur Waben mit Arbeiterinnen Zellen baut, die dickeren Drohnenwaben und Honigwaben entstehen erst anschließend).

Große Völker bauen den Honigraum im Frühling schnell aus und kommen dann in Schwarmstimmung, früher als in einer großen Bienenkiste. Das kann man als Nachteil sehen, ich sehe es als Vorteil, weil ich dann nicht das ganze Frühjahr auf den Schwarm warten muss und weil die frühen Schwärme und das Restvolk bessere Bedingungen haben (bessere Tracht und mehr Zeit) je früher es ist. 

Ein großer Schwarm früh im Jahr, in guten Jahren kann evtl. schon im ersten Sommer eine Honigernte bringen.

Natürlich ist eine kleinere Bienenkiste etwas handlicher, was in manchen Situationen angenehm ist (wenn die Bienenkiste mal an ihrem Platz steht und in Betrieb ist, macht es nicht mehr viel Unterschied) - und ein bisschen günstiger, wenn auch nicht bedeutend.

 

Ist das dann nicht zu klein für ein Bienenvolk?

Verglichen mit Bienenhaltung in normalen Bienenkästen (wo man den Völkern fertige Waben und Mittelwände gibt, versucht das Schwärmen zu verhindern und möglichst große Völker möchte) ist die standard Bienenkiste von der Größe her eher klein bis normal. Verglichen mit Bienenkörben, Klotzbeuten, Zeidlerbäumen, Warré Beuten, oder dem Krainer Bauernstock (die Vorlage bei der Erfindung der Bienenkiste), also Bienenwohnungen die nur auf Naturwabenbau und Schwarmvermehrung ausgelegt sind, ist die normale Bienenkiste ziemlich groß.

 

Ich habe seit längerem verschiedene Beuten ausprobiert, verschiedene TBH´s (Oberträgerbeuten), Warré und natürlich Bienenkisten. Die Bienenkiste ist für meine Bedürfnisse die ideale Beute und ein bisschen schmaler ist sie für meine Umgebung und so wie ich die Bienen halte (nicht mehr füttern als nötig), noch stimmiger. 9 lange Waben reichen gut für Vorräte und Brut.

Hier ein paar Bilder von den kleinen Bienenkisten. 

 

 

kleine Bienenkiste mit 9 Waben. Mit ausgebautem Brutraum
ausgebauter Brutraum, Honigraum eröffnet mit Furnierholzleisten als Anfangsstreifen
Honigraum ausgebaut. Leider nicht mehr ganz gerade, wie beim Ausbauen des Brutraumes. Mit Mittelwänden statt Anfangsstreifen wäre die Honigernte einfacher.
2015: meine erste kleine Bienenkiste, mit 10 Waben und ohne Honigraum
das macht aber wenig Sinn, weil den Honigraum braucht man, zum Füttern, für Varroabehandlungen und zum Beobachten